2016

Konzerte


  • 15.10.2016 LIZPOOL – Berlin – Tiefgrund

Lizard Pool

IndiePostpunkStargaze

Dunkler angewavter Indierock im Jahr 2015. Ist das jetzt naiv oder schon wieder genial trendsetzend?

Lizard Pool scheren sich vor allem kaum um irgendwelche Trends, obwohl sie aus der angesagten Stadt Leipzig kommen. Das fällt angenehm auf.

Die drei Musiker gehen konsequent einen Weg, der erstaunlich orchestral und cineastisch angelegt ist.

Das ist sehr mutig, wo doch überall die Reduktion und dass Understatement König sind.

„Faceless King“, so heisst auch einer der Songs, der textlich wie alle anderen Titel des Debut-Albums „She Took The Colours“, abseitige Themen der Existenz verhandelt. Und so ist auch die Musik: Lizard Pool schielen mit einem Auge nach dem Tanzflur, aber immer mit gesenktem Blick und eigentlich tanzen sie am liebsten für sich allein, wenn sie nicht fußtippend, irgendwo am Rand stehen und das Geschehen an einem kalten Drink nippend beobachten und sich fragen, was das hier eigentlich soll, mit dem Leben, den Träumen und der Wut?

Um nochmal von Leipzig zu sprechen: Die drei sind hier aufgewachsen, haben also nicht, wie viele andere nur das Aufblühen einer unabhängigen und rohen Kulturszene der 2010er miterlebt. Nein, sind schon als Kinder der Wendezeit wahrscheinlich mehr als einmal durch die wirklich abgefuckten Häuserschluchten gezogen und haben die Melancholie dieser Stadt in sich aufgesogen und in ihre Musik transferiert.

Shop

Tonträger und Merchandising

Besuchen Sie unseren Shop!

Du must 18 Jahre alt sein, um beim Wodkartell hereingelassen zu werden!

Ja, ich bin 18 Jahre alt!